Samstag, 22. August 2015

Emelie Schepp - Nebelkind [Beate]




Verlag: blanvalet
Autor: Emelie Schepp
Titel: Nebelkind
Seiten: 448 Seiten
Print:
978-3734100697 
ASIN: B00QZEQMRK
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: Märkta för livet







Ein Mann wird in seinem eigenen Haus erschossen und von seiner Frau gefunden. Die einzige Spur sind die Fingerabdrücke eines Kindes am Fenster. Dabei hatte das Ehepaar gar keine Kinder. Kurze Zeit später wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Im Genick hat er das Wort Thanatos als Narbe. Die ermittelnde Staatsanwältin Jana Berzelius muss einfach wissen was hier passiert ist, denn sie trägt eine ähnliche Narbe im Genick, ohne eine Erinnerung daran, wie sie dazu kam. 

Ich habe es mal wieder mit einem Thriller versucht und wurde wieder enttäuscht, denn es gibt wieder eine sehr nervige Ermittlerin. Während Jana Berzelius aus reichem Hause kommt und kühl und ohne erkennbare Emotionen ermittelt, muss sich der Leser mit Maria Bohlander auseinander setzen. Bohlander hasst Jana schon alleine deshalb, weil deren Eltern reich sind. Sie lässt kein gutes Haar an ihr und lästert und zickt ständig. Das nervt. Aber noch viel schlimmer ist, dass Mia scheinbar ein Alkoholproblem hat und durch ständige Geldsorgen auch gerne mal lange Finger macht. Ich war echt bedient. Kriminalkommissar Henrik Levin, Mias Partner, ist dagegen erschreckend normal.

Außer der Suche nach dem Mörder gibt es noch einen 2. Erzählstrang, der von einem kleinen Flüchtlingsmädchen und dessen Schicksal handelt. Das war auch wirklich das einzig interessante an dem Buch. 

Emelie Schepp wollte wohl ihren Charakteren Tiefe geben und sie lebendig wirken lassen, aber durch die vielen Beschreibungen wurde das Buch nur unglaublich zäh und langweilig. Außerdem fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar.  Von einem Thriller erwarte ich mir eigentlich viel mehr Spannung. Dazu kamen noch seltsame Dialoge, die mich eher zum Lachen brachten.

Ich kann für dieses Buch leider nur 2 von 5 Byrons vergeben, aber vielleicht bin ich von Thrillern auch einfach so genervt, dass ich sie einfach nicht mehr gut finden kann. Wie immer, sollten sich interessierte Leser selbst eine Meinung bilden.

© Beate Senft           

Michael Schofield - Ich will doch nur sterben, Papa [Beate]




Verlag: Kösel-Verlag
Autor: Michael Schofield
Titel: Ich will doch nur sterben, Papa
Seiten: 336 Seiten
Print:
978-3466309948
ASIN: B00HUPTFBS

Sprache: Deutsch
Medium: Hardcover
Genre: Wahre Begebenheit

Originaltitel: January first







Als Michael und Susan Schofield Eltern der kleinen January werden, ist ihr Glück perfekt. Doch es ist nur von kurzer Dauer. Von Anfang an ist Janni anders. Sie schläft als Säugling höchstens 4 - 5 Stunden am Tag und die nur in 20 Minuten Etappen. Die Eltern sind verzweifelt und merken sehr schnell, dass Janni ständig beschäftigt werden muss. Doch ihr Verhalten wird immer seltsamer und bald ist Janni ständig beim Arzt. Die Eltern denken, ein Geschwisterchen würde ihrer Tochter gut tun, doch von Anfang an ist Janni schrecklich aggressiv gegen ihren Bruder Bodhi. Mit 4 Jahren war das Mädchen schon mehrmals in der Psychiatrie, weil sie ständig versucht Leute zu verletzen. Die Eltern sind am Ende ihrer Kräfte. Mit sechs Jahren bekommen sie dann endlich eine Diagnose: Schizophrenie! Die Eltern sind verzweifelt, denn Schizophrenie ist die schlimmste der psychischen Erkrankungen und nicht heilbar. In dem Buch "Ich will doch nur sterben, Papa" hat Michael Schofield ihren Leidensweg aufgeschrieben. 

Der Klappentext des Buches war schon ziemlich erschreckend und ich fragte mich, ob so ein kleines Kind wirklich schon an Schizophrenie erkrankt sein kann. Kann man damit geboren werden? Als ich dann anfing zu lesen, war ich schnell entsetzt. Nicht wegen Janni, die sich später nur noch Jani nennt und hysterisch wird, wenn sie jemand mit January anspricht, sondern wegen ihren Eltern. Von Anfang an setzten sie dem Mädchen keinerlei Grenzen. Ließen sich von ihre schlagen und verletzen und erfüllten ihr sofort jeden Wunsch, damit sie keine Tobsuchtsanfälle bekommt. Zu dem Zeitpunkt war ich der absoluten Meinung, dass die Eltern selbst an Janis Verhalten schuld wären. 

Es wurde noch viel schlimmer, denn es kamen einige Dinge ans Licht, die Michael verbockt hat und die waren einfach bestürzend. Außerdem dachte der Vater er wäre der Nabel der Welt und der Einzige, der mit Jani zurecht kommt. Alle anderen waren Idioten, weil sie nicht sofort Janis Genie erkannten oder sie behandelten wie ein "normales" Kind. Egal was Jani auch tat, es hieß von Michael, dass sie schließlich ein Genie mit einem IQ von 146 ist. Da brauchte das Mädchen keine Umgangsformen und musste auch nicht nett zu anderen Kindern sein, weil die ihr ja sowieso komplett unterlegen waren. Ich war oft so richtig wütend beim Lesen. 

Aber je weiter ich in dem Buch kam, desto mehr Mitleid empfand ich für diese Familie. Sie haben wirklich sehr schlimme Zeiten hinter sich und es wurde immer deutlicher, dass Jani an Schizophrenie leidet. Sie hatte ständig Halluzinationen, konnte sie aber nicht als solche erkennen, weil es ihr ja von Geburt an so ging. Was für ein schlimmes Schicksal das doch ist. 

Jedem, der das Buch gelesen hat empfehle ich, die Filme über die Familie auf YouTube zu schauen. Denn auch der Sohn Bodhi ist wohl an Schizophrenie erkrankt. Wie verkraften das die Eltern nur? Sie haben keine freie Sekunde und leben nur in ständiger Angst um ihre Kinder. 

Es ist sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Die Familie macht schreckliches durch, auch wenn der Vater oft ein Idiot ist. Wir viele Byrons soll man dafür vergeben? Immerhin ist Michael so ehrlich und schreibt auch über sein und Susans Versagen. Über ihre Hilflosigkeit und der fehlenden Hilfe von Seiten des Staates. Nach langem Überlegen habe ich mich jetzt entschlossen 4 von 5 Byrons zu vergeben, denn vielleicht kann das Buch anderen Eltern von psychisch erkrankten Kindern Mut machen. Ich bin jedenfalls froh, diese Geschichte gelesen zu haben, denn es zeigte mir wieder wie viel Glück es doch ist gesunde Kinder zu haben. 

© Beate Senft                       

Dienstag, 18. August 2015

Poppy J. Anderson - 8 Pfoten und ein Traummann [ Marina]




Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Autor: Poppy J. Anderson  
Titel: 8 Pfoten und ein Traummann
Seiten: 216 Seiten
Print: 978-1515339885 

ASIN:B0135LY786 
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman










Zum Autor:
Poppy J. Anderson ist das Pseudonym einer deutschen Autorin mit amerikanischer Verwandtschaft, die an deutschen als auch ausländischen Universitäten studiert hat. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Liebesgeschichten, spielt mit ihrem Hund, beschäftigt sich mit ihrem vergötterten Patenkind und liebt es, Sport zu schauen! Vor allem deutschen Fußball und US-Football! Bereits seit ihrem 12. Lebensjahr erfindet sie Geschichten und hat mit "Touchdown fürs Glück" ihren ersten Roman veröffentlicht. Für ihre Romanhandlungen wird sie von alltäglichen Begebenheiten, witzigen Vorkommnissen aus ihrem Freundeskreis und plötzlichen Ideen inspiriert. Sie sagt, dass ihre Leser/innen bei der Lektüre lachen, weinen, schmunzeln und seufzen sollen - Hauptsache, sie freuen sich am Ende des Buches über das Happyend.
Quelle: Amazon.de

Zum Cover:
Wie bereits bekannt, sind die Cover der Geschichten rund um die Autorin Poppy J. Anderson immer sehr romantisch und verspielt, aber auch immer wieder treffend gestaltet.
Man schaut es an und kann sich schon in etwa vorstellen, wohin einen die Geschichte diesmal führt, zusammen mit dem Klappentext erhält man eine umfangreiche Information und meistens auch den Willen das Buch zu kaufen.

Hauptprotagonisten:
Alexis: hat in dem kleinen Örtchen Hailsboro einen Job zu erfüllen und so gar keine Lust überhaupt dorthin zu gehen.

Henry: ortsansässiger Tierarzt, Schwarm aller Frauen, tierlieber netter Kerl

Stinker & Satansbraten: zwei süße Welpen, die ausgesetzt wurden und nun ganz Hailsboro auf den Kopf stellen.

Zum Inhalt:
Eigentlich sollte Alexis Grayson im pulsierenden Miami sein, um dort die aufsehenerregendste Party des Jahres zu organisieren und endlich die heiß ersehnte Beförderung zu erhalten, auf die sie hart hingearbeitet hat. Doch dann kommt es anders, als die Eventmanagerin gedacht hat, und sie fährt mit einem klapprigen Mietauto ins beschauliche Hailsboro, um dort die Einhundertfünfzig-Jahr-Feier der Stadt zu organisieren. Ausgerechnet auf dem Weg dorthin stößt sie auf ein ausgesetztes Hundepaar, das sie vor dem Hitzetod rettet und anschließend einfach nicht loswird. In Hailsboro wird ihr schnell bewusst, dass die Uhren auf dem Land anders ticken als in der Stadt, dass die Organisation der Feier ständig von einer Gruppe älterer Damen torpediert wird, die sie mit ihren ausgefallenen Vorstellungen beinahe in den Wahnsinn treiben, und dass die beiden Hunde ihr Übriges tun, um Alexis um den Verstand zu bringen. Der einzige Lichtblick in diesem Chaos ist der attraktive Tierarzt Henry – doch dieser scheint mit Alexis nichts anfangen zu können. 

Meine Meinung:
Da ich jedes der Bücher von Poppy J. Anderson sehnsüchtig erwarte, hatte ich auch dieses gleich nach Veröffentlichung in den Händen. Diesmal führt uns ihre Geschichte zurück nach Hailsboro. Einem kleinen Städtchen in Texas, das der Hauptort dieser Serie ist und an den man immer wieder gerne zurückkehrt. Da dies bereits der 5. Band dieser Hailsboro Reihe ist, trifft man auch ein paar alte bekannte Menschen wieder und fühlt sich sofort mitten drin in der Geschichte. Die Hauptpersonen sind diesmal allerdings beide neu. Henry, der smarte Tierarzt ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und man kann ihn, kaum taucht er in der Geschichte auf, sofort gut leiden. Bei Alexis habe ich mir anfangs etwas schwer getan. Sie ging mir ein wenig auf die Nerven mit ihrer materialistischen Art und ihrem Gejammer. Auch den Namen finde ich schlichtweg schrecklich, was vielleicht auch einen Teil dazu beigetragen hat. Dies bessert sich allerdings im Lauf der Geschichte, wenn man sie etwas besser kennenlernt.
Total niedlich wirken die beiden Welpen Stinker und Satansbraten (auch wenn hier die Namenswahl deutlich besser hätte ausfallen können). Es ist schon beschrieben, wie sich die Welpen verhalten und was man mit ihnen alles erlebt. Man kann es sich richtig bildlich vorstellen und das entlockt einem schon einige Lacher. Vor allem wenn dann beschrieben wird, wie verzweifelt Alexis ist und doch liebt sie die kleinen irgendwie … sehr gut gelungen.
Der Plot der Story ist recht einfach gestrickt, aber ganz gut ausgebaut.
Hübsche Lady findet Welpen, muss natürlich zum Tierarzt, der „zufällig“ der begehrteste Junggeselle im kleinen Städtchen ist – und was passiert dann?? :-) Genau, die Geschichte nimmt einen chaotischen, aber auch romantischen Verlauf und man verfolgt gerne, wie sich Alexis und Henry kennenlernen und was diesmal in Hailsboro so alles passiert.
Leider ist es nur ein Kurzroman und genau an der Stelle, an der man sich wünscht, dass es ewig weitergeht, gibt es dann doch ein recht schnelles Ende. Dies tut aber dem ganzen keinen Abbruch. Man hat trotzdem ein nettes Lesevergnügen.

Mein Fazit:
Gerne kam ich wieder nach Hailsboro zurück, auch wenn der „Urlaub“ wie immer recht kurz war. Die Geschichten der Autorin sind leider immer viel zu kurz ;-)
Ich vergebe 3 Byrons für eine tolle Geschichte, aus der man aber doch mehr hätte machen können.

Infos zur Hailsboro Reihe:
"8 Pfoten und ein Traummann" ist der 5. Band der "Hailsboro-Reihe" und ein Kurzroman.
Band 1: "Beim zweiten Mal küsst es sicher besser"
Band 2: "Nachträglich ins Glück"
Band 3: "Ein Hinterwäldler zum Verlieben"
Band 4: "Hals über Kuss" 




© Marina Sharma        

Christina Jones - Aszendent zauberhaft [Marina]




Verlag: Goldmann
Autor: Christina Jones
Titel: Aszendent zauberhaft
Seiten: 416 Seiten
Print:
978-3442472512
ASIN: B004SBMN7A
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman

Originaltitel: Happy Birthday







Zum Autor:
Christina Jones schreibt seit ihrer Kindheit, aber ihre liebste Geschichte schrieb das wahre Leben. Nämlich die, wie ihr Vater, ein Zirkusclown, ihre Mutter, eine Lehrerin, kennenlernte. Beide arbeiteten aushilfsweise in einem Kaufhaus – er als Weihnachtsmann und sie als seine Weihnachtsfee. Neben Romanen schreibt Christina Jones Kurzgeschichten und Artikel für Magazine und Zeitungen. Ihr erster Roman wurde mit dem WHSmith Preis für junge Talente ausgezeichnet. Nach Jahren auf Reisen lebt Christina Jones nun mit ihrem Mann und einer Schar Katzen in Oxfordshire, England.
Quelle: Amazon.de

Zum Cover:
Das Cover ist in einem leuchtenden Orange gehalten, gepaart mit schwungvollen Linien und tollen farblichen Akzenten. Es wirkt sehr verspielt und man schaut es sich wirklich gerne an. Einen direkten Bezug zur Geschichte gibt zwar der Titel, da das Cover allerdings eher allgemein gehalten ist, kann man daraus keinen Rückschluss auf die Story bilden. Man erkennt allerdings zu wem das Buch gehört, denn die Gestaltung ist sehr ähnlich zu den bereits bekannten Büchern der Autorin.

Hauptprotagonisten:

Phoebe Bowler: Junge Frau, die von ihrem Zukünftigen an der Hochzeit sitzengelassen wird und nun versucht, sich ein neues Leben aufzubauen.

Essie Rivers: wohnt im Altersheim von Hazy Hassocks und verbreitet dort allerhand Wirbel.

Slo Motion: Teilhaber des Bestattungsinstitutes von Hazy Hassocks

Rocky Lancaster: Flugbegleiter, Gärtner und wohnt mit Phoebe im selben Haus. Wird von seiner Freundin Mindy verlassen.

Zum Inhalt:
Phoebe ist nicht zu beneiden. Kurz vor der Hochzeit ist sie von ihrem Fast-Ehemann verlassen worden und weiß nun nicht so recht, wie es weitergehen soll. Auch ihr attraktiver Nachbar Rocky kann da nicht helfen. Erst im lokalen Seniorenheim findet sie Rettung. Essie Rivers ist Astrologie-Expertin, und während Phoebe ihr eine schicke Frisur verpasst, erzählt Essie ihr von ihrer geheimen Geburtstagsformel. Angeblich kann man mit der den perfekten Partner finden. Klingt zu schön, um wahr zu sein, aber einen Versuch ist das allemal wert ...

Meine Meinung:
Ich habe bereits fast alle Bücher der Autorin gelesen und diese immer geradezu verschlungen. Und genau mit dieser Erwartung bin ich auch an dieses Buch gegangen und wurde zumindest zu Anfang schwer enttäuscht.
Es war unheimlich schwer in die Geschichte hineinzufinden, da sie anfangs unheimlich langatmig und geradezu langweilig geschrieben war. Die Story plätscherte so vor sich hin und man kam sich vor wie in einem Ratgeber für alleinstehende Frauen (Nach dem Motto: Wie lenke ich mich vom Single-Dasein ab) oder einem Ratgeber für Senioren, die auf der Suche nach einem Altersheim sind. Das auch noch ein Bestatter darin vorkommt macht das ganz nicht besser. Zwischendurch habe ich mich echt dabei ertappt aufgeben zu wollen und habe dann aber doch die Zähne zusammengebissen und durchgehalten. Und das wurde zum Glück auch belohnt, denn nach einer zeit nimmt die Geschichte tatsächlich Fahrt auf und es beginnt eine schöne Geschichte mit Romantik, Humor, etwas Ironie und einem kleinen bisschen Magie. Die Seiten beginnen zu fliegen und es baut sich eine angenehme Spannung auf. Man hat endlich Spaß am Lesen und genießt es dieses Buch in den Händen zu halten.
Die Protagonisten sind allesamt sehr gut und ausführlich beschrieben. Sie sind nett und passen sehr gut in die Story, und auch der Hang zum Übersinnlichen ist mit dem „Geburtstagszauber“ gut eingearbeitet und man verfolgt gerne, was sich aus dem Spiel mit der Magie entwickelt.
Die wie immer etwas schrulligen Bewohner der kleinen Städte rund um Berkshire passen sehr gut dazu und geben dieser Geschichte auch ein gewisses Flair.

Mein Fazit:
Mehr als 3 Byrons sind diesmal leider nicht drin. Meiner Meinung das bisher schwächste Werk der Autorin. Wenn man den Anfang überwindet allerdings doch noch lesenswert.
© Marina Sharma               

Sarah Bannan - Die Neue [Beate]




Verlag: Droemer
Autor: Sarah Bannan
Titel: Die Neue
Seiten: 368 Seiten
Print:
978-3426304242 
ASIN: B00PJAS6RK
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman

Originaltitel: Weightless 







Carolyn Lessing zieht mit ihrer Mutter nach Adamsville und kommt als neue Schülerin an die Adam's High. Alle sind begeistert von ihr, denn die Neue ist klug, schön und außergewöhnlich. Die beliebtesten Mädchen scharen sich um sie und die Jungs sind alle ein wenig verliebt. Doch dann begeht Carolyn einen unverzeihlichen Fehler: Sie kommt mit Shane, dem Footballstar, zusammen, der für sie Brooke, das beliebteste Mädchen der Schule, abserviert. Doch Brooke nimmt das nicht so einfach hin und startet über Facebook eine fiese Hetzkampagne. Aber auch in der Schule lässt sie kein gutes Haar an der Neuen und sie ist nicht die Einzige....

Es hätte so ein gutes Buch sein können, wenn.........
"Die Neue" ist nicht das erste Buch über Mobbing, das ich gelesen habe. Aber es ist das Buch, das mich total kalt ließ. Und daran ist hauptsächlich der Erzählstil schuld. Denn die Geschichte wird von einer Gruppe von Leuten gemeinsam erzählt. Immer heißt es "wir". Besser wäre ein Buch aus der Sicht des Opfers oder der Täter gewesen, aber hier erzählen die Mitläufer. 

Die Erzähler waren zwar nicht so ganz am Mobbing beteiligt, haben aber auch nichts dagegen unternommen. Gaben irgendwie ständig Carolyn die Schuld an allem. "Sie war anders als wir. Sie hätte ja nur so sein müssen wie wir anderen." Ja aber wie denn? Sie lebte ja nicht schon in der 3. oder 4. Generation in diesem kleinen Kaff, sondern kam aus New Yersey. Sie hatte bisher ein komplett anderes Leben geführt und dann soll sie plötzlich so ticken, die die Kids von Adamsville? Idiotisch. 

Diese Erzähler haben mich einfach nur schrecklich genervt. Zum Beispiel war die Gruppe als erstes von Carolyn eingeladen worden um sie zu Hause zu besuchen. Da hätte doch eine schöne Freundschaft entstehen können. Aber nein, die doofen Kühe haben nichts besseres zu tun, als gleich in Carolyns Bad den Medizinschrank zu untersuchen und Fotos davon auf Facebook zu stellen. Klar, macht ja bestimmt jeder, wenn er das erste Mal irgendwo eingeladen ist. Rumschnüffeln und Fotos auf Facebook stellen. Boah wie mich das genervt hat. 

Statt mit Carolyn zu reden, spionieren sie ihr hinterher und schnüffeln in ihren Sachen herum. Alles wird sofort auf Facebook veröffentlicht oder in der Schule herumerzählt. Schließlich muss man sich ja wichtig machen. Und schuld war ja sowieso keiner. Also außer Carolyn selbst natürlich. 

Ich weiß nicht, was sich die Autorin dabei gedacht hat, aber das Buch kommt so total unlogisch herüber. Und nicht nur das. Durch ihren gewählten Erzählstil ist es unmöglich zu einer der Personen eine Beziehung aufzubauen. Ich hab mich wirklich durch die Seiten gequält und immer gehofft, dass es besser wird. 

Aus dieser Geschichte hätte man so viel machen können, aber der Autorin ist es nicht gelungen mich mitzureißen. Die Charaktere blieben blass und kalt und die Geschichte empfand ich als sehr unrealistisch. Einzig die Figur der Carolyn, die aber immer nur von Anderen beschrieben wurde, konnte mich ein klein wenig begeistern. Darum kann ich leider auch nicht mehr als 2 von 5 Byrons vergeben. Alleine eine andere Erzählperspektive hätte aus dem Buch ein spannendes Leseerlebnis gemacht. So gibt es leider keine Leseempfehlung von mir. 

© Beate Senft                  

Mittwoch, 12. August 2015

Brigitte Janson - Holunderherzen [Marina]





Verlag: List
Autor: Brigitte Janson
Titel: Holunderherzen
Seiten: 336 Seiten
Print:
978-3548612874
ASIN: B00WWNPR4W

Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Roman








Zum Autor:
Die Autorin Brigitte Janson wurde 1957 in Lübeck geboren, verbrachte ihre Kindheit aber im Tessin und in Rom, ehe sich die Familie in Hamburg niederließ, als sie 12 Jahre alt war. Nach dem Schulabschluss ging sie nach Uelzen, wo sie bei der Allgemeinen Zeitung zunächst als Volontärin und anschließend als Redakteurin arbeitete. Nach fünf weiteren Jahren bei der Landeszeitung in Lüneburg kehrte sie nach Hamburg zurück, um bei der Zeitschrift Auf einen Blick als Redakteurin zu arbeiten.
Im Sommer 1989 machte sie einen Schnitt in ihrem Leben und zog mit einer Freundin nach Pesaro in Italien, wo sie sich zunächst mit dem Schreiben von Kurzgeschichten für Frauenzeitschriften über Wasser hielt. Zudem lernte sie ihren späteren Mann Giancarlo kennen, mit dem sie Zwillingsmädchen bekam, doch leider verstarb er bereits neun Monate später.
So musste sie weiterhin Kurzgeschichten schreiben, ehe die Töchter groß waren und sie mehr Zeit für sich hatte, um ihren Traum von einem großen Roman zu verwirklichen. Dieser Roman Die Tortenbäckerin, ausgerechnet ein Hamburg-Roman, geschrieben in Italien, erschien 2011 im Ullstein-Verlag.
Brigitte Janson hat unter mehreren Pseudonymen Liebesromane veröffentlicht und lebt mit ihren Töchtern weiterhin in den italienischen Marken. Sie ist seit 2003 Mitglied bei DeLia und ist dort auch bei der Vergabe des Literaturpreises sehr aktiv.

Zum Cover:
Das Cover ist in einem hellen Ton gestaltet, auf diesem natürlich wie im Titel schon angedeutet Holunder zu sehen ist. Auch Vögel zieren das Cover. Es gibt auch einen Bezug zur Geschichte, da Anne in ihrem Betrieb als Spezialität gebackene Holunderherzen anbietet. Die Holunderpflanze ist außerdem ein großes Thema und begleitet die ganze Geschichte immer wieder.
Es ist schön anzuschauen, eine kauf aufgrund des Covers würde es bei mir allerdings nicht geben!

Hauptprotagonisten:
Anne Winkler: besitzt in Hamburg einen gut laufenden Partyservice, wurde gerade von ihrem Freund Roland verlassen und hat einen Tapetenwechsel dringend nötig
Tilly Winkler: Anne´s Tante. Sie lebt in einer Wohnwagensiedlung, dem sogenannten „Holunderdorf“, ist etwas schrullig und hat Haare auf den Zähnen. Zu ihr gehört der Mops Hugo.
Thies Arens: Fischer und heimlicher Verehrer von Tilly
Carsten Sörensen: Dorfarzt und heimlicher Schwarm von Anne Winkler

Zum Inhalt:
Nach einer gescheiterten Beziehung hat Anne die Nase voll von der Liebe und hofft auf die heilende Wirkung ihrer Tante. Die eigenwillige Tilly ist das schwarze Schaf der Familie und Annes großes Vorbild. Doch Tilly scheint selbst nicht ganz auf der Höhe zu sein: Ihr Öko-Hof in der Lübecker Bucht ist halb verlassen, einzig ihr Mops Hugo leistet ihr Gesellschaft. Hinter der spröden Fassade ihrer Tante entdeckt Anne eine verletzliche Frau, die oft zerstreut wirkt. Anne beschließt zu bleiben und den wild wachsenden Holunder auf Tillys Hof zur neuen Einnahmequelle zu machen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt vom Fischer Thies, und auch der Landarzt Carsten lässt sich überraschend oft blicken. Vielleicht ist in Sachen Liebe ja doch noch nicht alles zu spät?

Meine Meinung:
Ich hab ziemlich lange gebraucht um in das Buch hineinzufinden und Spaß daran zu haben. Die ersten 100 Seiten waren schwere Kost, da sich nichts wirklich ereignet hat und man auch keinerlei Anstieg einer Spannungskurve erkennen konnte. Die Geschichte plätscherte so dahin, ohne dass wirklich etwas passierte. Dazu kam noch, dass mir Anne Winkler anfangs so unsympathisch war und mir regelrecht auf die Nerven gegangen ist. Das alles wurde erst dann wirklich besser als Anne ins Holunderdorf kam, ihr Leben änderte und die Geschichte etwas an Fahrt aufnahm.
Der Plot der Story gibt jetzt nicht wirklich allzuviel her und man darf wohl auch nicht zu viel erwarten, doch gibt man dem Buch auch nach den ersten 100 Seiten eine Chance kann man doch noch gut in die Story hinein finden und ein echtes Lesevergnügen haben.
Richtig gut in die Geschichte passt die verschrobene Tante Tilly, die dem ganzen mit ihrer Art immer wieder neuen Schwung gibt, deren eigene Geschichte jedoch auch zum Nachdenken anregt.
Es ist toll beschrieben, wie sie sich selbst im Verlauf ihrer Krankheit sieht und wie es für andere erscheint. Sie ist eine mutige Frau, die trotz fortschreitender Krankheit weiß, was sie will. Das hat mich sehr beeindruckt.
Und auch Anne halte ich im Nachhinein für sehr mutig. Denn wie viele Leute schaffen es denn tatsächlich alle alten Zelte abzubrechen und anderswo ein neuen, erfolgreiches und glückliches Leben zu führen?
Sympathisch war mir auch der Landarzt Carsten Sörensen, der nach dem Tod seiner Frau, zusammen mit seiner Tochter, Tilly und Anne wieder Schritt für Schritt ins Leben zurückfindet! Er hat es verdient glücklich zu sein!

Mein Fazit:
Ich kann für dieses Buch drei solide Byrons vergeben, ein Highlight war es für mich aber leider nicht! 

© Marina Sharma         

Richard Laymon - Der Killer [Marina]




Verlag: Heyne Hardcore
Autor: Richard Laymon
Titel: Der Killer
Seiten: 288 Seiten
Print:
978-3453676459
ASIN: B00NBSZ6S4

Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Horrorhriller

Originaltitel: Beware







Zum Autor:

Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und ist in Kalifornien aufgewachsen. Er hat Englische Literatur erst in Oregon und später wieder in Kalifornien, an der Loyola University in Los Angeles studiert. Bevor er seinen Lebensunterhalt gänzlich mit dem Schreiben bestreiten konnte, arbeitete er u. a. als Lehrer und Bibliothekar. Neben Dutzenden von Romanen veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und wurde zu einem der erfolgreichsten Horrorautoren überhaupt. Der Roman "Parasit" wurde 1988 vom "Science Fiction Chronicle" zum besten Horrorroman gekürt und für den "Bram Stoker Award" vorgeschlagen. Laymon nutzte auch Pseudonyme, z. B. Lee Davis Willoughby für Westernromane oder Carla Laymon für Romanzen. Er verstarb am Valentinstag des Jahres 2001.
Zum Cover:
Das Cover ist wie immer typisch Lamon, blutig, auf den Punkt, passend zum Titel und auf jeden Fall provozierend. Denn wer nimmt denn nicht ein Buch in die Hand, dessen Cover ein vor Blut triefendes Fleischerbeil zeigt und der Titel blutrot hervorsticht??!!
Coverkauf: eindeutig!!!

Hauptprotagonisten:
Lacey: Reporterin aus der Kleinstast Oasis, ausgesuchtes Opfer

Scott: Buchautor und neue Bekanntschaft von Lacey - von diesem Moment an der Mann an ihrer Seite

Laveda: Anführerin einer mysteriösen Kultgemeinschaft

Matt Dukane: bester Freund von Scott und geheimer Ermittler

Samuel Hoffman: Der „Unsichtbare“

Zum Inhalt:
Als die Journalistin Lacey eines Abends in einem kleinen Supermarkt einkaufen will, findet sie sich in einem Albtraum wieder. Schwer verletzt kann sie einem unheimlichen Killer entkommen. Doch dies ist erst der Anfang. Auf ihrer verzweifelten Flucht kommt Lacey einer Kultgemeinschaft auf die Spur, die verbotene Riten abhält. Um die Entfesselung unvorstellbaren Grauens zu verhindern, muss die junge Frau alle Grenzen hinter sich lassen.

Meine Meinung zum Buch:
Wie immer startet Richard Laymon sein Buch mit einem Paukenschlag und man ist sofort mitten im Geschehen. Kaum hat man die ersten Seiten hinter sich, denkt man, es läuft Blut aus dem Buch, wenn man es ein wenig schüttelt.
Der Plot der Story wäre recht einfach und schnell erklärt, wenn der Autor nicht mal wieder den Hang zu etwas Mysteriösem und Übernatürlichem bereit halten würde …
Es geht ein Mörder in der kleinen Stadt Oasis herum, doch niemand sieht ihn. Er hinterlässt keine Spuren und ist trotzdem überall? Man hat das Gefühl, er kennt sich aus und wählt auch seine Opfer nicht zufällig aus ...
Die Lösung dieses Rätsels kommt recht schnell, tut der Spannung aber keinerlei Abbruch.
Die Geschichte hat anfangs zwei Handlungsstränge und es dauert eine weile bis diese sich miteinander verbinden. Doch dann wird vieles schlüssig und begreiflich. Man kann sich nur noch auf eine Handlung konzentrieren und sehr gut in die Geschichte eintauchen.
Wie immer beschreibt Laymon die Gewaltszenen unheimlich bildlich und auch die oft auf eine widerwärtige Art beschriebenen Sexszenen dürfen auch in einem echten Laymon nicht fehlen.
Doch wer den Autor kennt weiß genau, das gehört einfach dazu.
Ich habe auch in diesem Buch wieder den Einfallsreichtum bewundert und hatte das Buch mit seinen knapp 275 Seiten in weniger als 24 Stunden durch.
Man nimmt es zur Hand, beginnt zu lesen und legt es nicht weg, bevor man am Ende angelangt ist.
Die Protagonisten waren gut beschrieben, sympathisch und machen es dem Leser einfach zu sagen, auf welcher Seite man steht. Und mit wem man bangt und hofft.
Wichtig hier zu sagen ist aber auch wieder … als Frau das Buch zu lesen (vielleicht auch noch nachts und wenn man sich allein in einem Haus befindet) halte ich auf jeden Fall für mutig!! ;-)

Mein Fazit:
Ein echter Laymon, der auf jeden Fall 4 Byrons verdient hat!
© Marina Sharma         


Laurent Botti - Totendämmerung [Beate]




Verlag: Goldmann
Autor: Laurent Botti
Titel: Totendämmerung
Seiten: 415 Seiten
Print:
-
ASIN: B004OL2RCU
Sprache: Deutsch
Medium: eBook
Genre: Horrorhriller

Originaltitel: Un jour, des choses terribles







Drei Jahre nach dem Tod seines kleinen Bruder Jules ziehen Bastien Moreau und seine Eltern in die Kleinstadt Laville-Saintjour, um endlich einen Schlussstrich unter die schreckliche Vergangenheit zu ziehen. Doch sie ahnen nicht, dass hier der Alptraum erst beginnt: Dichter Nebel liegt über Laville-Saintjour und unter dieser Nebeldecke ereignen sich bestialische Verbrechen. Als Bastien eine Nachricht von seinem verstorbenen Bruder Jules erhält, erkennt er, dass die dunklen Mächte es auf ihn abgesehen haben …

Gleich mal vorweg: Wäre dieses Buch kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es nach 100 Seiten abgebrochen. Aber so hoffte ich immer, dass es noch besser wird und kämpfte mich weiter durch die viel zu vielen Seiten. Ich suche schon die ganze Zeit nach etwas positivem, das ich hervorheben könnte, aber mir fällt einfach nichts ein.

Das Buch beginnt praktisch mit dem Tod des kleinen Jules und die Familie Moreau zieht dann nach Laville-Saintjour, der Stadt im Nebel. Ziemlich schnell stellt man ein paar Ungereimtheiten fest, die sich um Bastien und die Aufnahme in der Eliteschule drehen.  Wahrscheinlich hätte man daraus eine richtig gute Geschichte machen können, aber mich ließ das alles ziemlich kalt.

Ich wurde nicht mit den Charakteren warm. Keiner war mir sonderlich sympathisch oder ging mir Nahe. Außer vielleicht Bastien ein wenig, aber auch er blieb seltsam blass. Mir war es ehrlich vollkommen egal, ob jemand in dieser Stadt stirbt oder nicht. Ich konnte keinerlei Beziehung zu den Figuren aufbauen.

Außerdem kommt einfach keine Spannung auf. Alles wird irgendwie zu Tode erklärt und beschrieben. Der Schreibstil ließ bei mir keinen wirklichen Lesefluss aufkommen, aber ich kann nicht erklären warum das so war. Ich habe mich wirklich gelangweilt und ständig darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Und ist dann endlich was passiert, konnte mich das auch nicht begeistern.

Wahrscheinlich passen dieses Buch und ich einfach nicht zusammen oder es war vielleicht der falsche Zeitpunkt dafür. Ich kann es jedenfalls nicht empfehlen und leider auch nur 2 von 5 Byrons für die Idee vergeben, die dahinter steckt. Man hätte etwas daraus machen können, aber Laurent Botti hat es leider nicht geschafft, aus der Idee eine spannende Geschichte zu machen. 

© Beate Senft                         

Montag, 10. August 2015

J.K. Johansson - Lauras letzte Party [Beate]




Verlag: Suhrkamp
Autor: J.K. Johansson
Titel: Lauras letzte Party
Seiten: 267 Seiten
Print:
978-3518465905 
ASIN: B00T3FPVIE
Sprache: Deutsch
Medium: Taschenbuch
Genre: Thriller

Originaltitel: Laura 







Miia Pohjavirta muss wegen ihrer Internetsucht ihren Job bei der Polizei kündigen. Sie zieht wieder in ihre Heimatstadt, fängt an ihrer alten Schule als Sonderpädagogin an und hofft auf einen guten Kontakt zu den Schülern. Auch ihr Bruder Nikke arbeitet an der Schule als Psychologe. Doch so hatte sich Miia ihren ersten Schultag nicht vorgestellt, denn die 16-jährige Laura ist verschwunden und die Polizei verdächtigt ihren Bruder. Doch der kann doch nichts mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun haben, denn er hat genau wie Miia, seine Schwester Venla auf die gleiche Art und Weise verloren. Was geht nur in dem kleinen Städtchen Palokaski vor sich? Oder ist doch alles nur ein Zufall und die beiden Vermisstenfälle haben überhaupt nichts miteinander zu tun?

Der Klappentext des Buches gefiel mir, obwohl ich schon ein wenig verwirrt war, denn das Buch wird als Thriller beworben, auch auf dem Buchrücken steht Thriller, aber auf das Cover wurde Roman gedruckt. Also erwartete ich erst mal gar nichts und wurde mit einem tollen und gut ausgearbeiteten Thriller belohnt. 

Leider wusste ich vorher nicht, dass es sich bei diesem Buch um eine Trilogie handelt und noch 2 weitere Bände folgen, daher ich war ich ein wenig vom Ende enttäuscht. Aber das klärte sich dann ganz schnell auf und Band 2 und 3 habe ich gleich vorbestellt, denn ich muss unbedingt wissen, wie es weiter geht. 

Miia war mir sofort sympathisch. Sie ist eine taffe Frau, die viel zu viel Zeit im Internet verbrachte, was aber auch schon durch ihren Beruf erforderlich war. Als süchtig habe ich sie jetzt nicht empfunden, denn das Internet bietet eben eine Fülle an Informationen, wenn man etwas sucht. Da gibt es mit Sicherheit wesentlich schlimmere Internetsüchtige. 

Auch Nikke fand ich sympathisch, auch wenn er recht schnell in ein sehr schlechtes Licht gerückt wird. Seine Frau nervte mich ziemlich schnell und ich denke, dass er genauso genervt von ihr ist.  Meiner Meinung nach benehmen sich die Jugendlichen in der Geschichte etwas seltsam, aber vielleicht unterscheiden sich ja finnische Kinder von deutschen. 

Die Geschichte fand ich sehr gut ausgearbeitet und interessant. Sie war nicht wirklich spannend, aber ich musste trotzdem ständig wissen wie es weiter geht und was noch passieren wird. Es geht um so viel mehr, als man am Anfang erwartet und das macht das Ganze so unglaublich interessant. 

Ich vergebe für dieses tolle Buch 4 von 5 Byrons und kann es nur allen Krimi- und Thrillerfreunden empfehlen. Ich hoffe jetzt mal, dass die Zeit bis September ganz schnell vorbei geht, damit ich den 2. Band lesen kann. 

Reihenfolge:
1. Lauras letzte Party
2. Noras zweites Gesicht / 06.09.2015
3. Venlas dunkles Geheimnis / 07.11.2015

© Beate Senft                              

Mittwoch, 5. August 2015

Und wieder was Neues

Ich habe gerade gesehen, dass ich hier ganz schön hinterher hinke. Na, ja, ich hab halt so viel zu tun. Aber es gibt schon wieder 3 neue Tücher die fertig sind. Und 3 habe ich angefangen. Aber jetzt erst mal die Fertigen:


 
Ich habe eine neue Wolldealerin gefunden, die aber ausschließlich über Facebook verkauft. Die Gruppe heißt Zauberknoten und die Farbverlaufsgarne sind der Hammer. Diesen stillen Ozean aus dem Buch "Drachenschals effektvoll gehäkelt" von Veronika Hug, habe ich damit gehäkelt. Es war ein Knäuel mit 900m LL und gehäkelt wurde der Drachenschal mit NS 5. Den habe ich jetzt ausnahmsweise mal selbst behalten. ;-)





Das ist der Drachenschal Gischt aus dem oben genannten Buch und das Garn heißt Nordlicht, ist 3-fädig und kommt von Wollium.
http://www.wollium.com/wolliums/wolliums-3f%C3%A4dig/#cc-m-product-8850708293
Ich hatte 1000m LL und er wurde mit NS 3,5 gehäkelt





Das ist noch ein stiller Ozean aus dem oben genannten Buch. Diesesmal einfarbig in Hellgrau mit 3-fädigem Lacegarn von Lady Dee für meine Freundin Vera.
http://www.traumgarne.de/products/lace-garn-021/ 
Wieder eine LL von 1000m und NS 3,5


Anna Fischer - Seelenkuss und Himbeereis [Marina]




Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Autor: Anna Fischer
Titel: Seelenkuss und Himbeereis
Seiten:
256 Seiten
Print:
978-1505444841 
ASIN: B00RB7Z2IU
Sprache: Deutsch
Medium: eBook
Genre: Roman









Zum Autor:
Anna Fischer - der Name steht für "Liebesromane mit Seele" - im wahrsten Sinne des Wortes.
Anna Fischer ist das Pseudonym von Autor Stefan Fischer, der unter diesem Namen Liebesromane mit Seele schreibt und veröffentlicht

Zum Cover:
Das Buch ist passend zum Titel in schwarz, weiß und Himbeertönen gehalten. Es zeigt eine Frau, die wohl Sue darstellen soll. Es ist ansprechend und gut gestaltet, einen direkten Hinweis auf den Titel zeigt das abgebildete Himbeereis

Hauptprotagonisten:
Sue: die betrogene Exfreundin von Max, Mitinhaberin einer Werbeagentur, die sie zusammen mit ihrer Freundin Betty leitet.

Max: selbstständig arbeitender Fotograf, der nach einem Unfall im Koma liegt. Exfreund von Sue, die er unbedingt wieder zurückhaben möchte.

Zum Inhalt:
»Du hast mich betrogen und nichts auf dieser Welt entschuldigt das.«
Die Werbeagentin Sue Gilinski schließt ein Liebes-Comeback mit ihrem »Mr. Right« Max kategorisch aus, auch wenn dieser seinen dummen Seitensprung bereut.
Doch als er aufgrund eines Unfalls im Koma landet, hat sie plötzlich seine Seele an ihrer Seite, mit der sie sich bis auf weiteres arrangieren muss.
Das führt natürlich zwangsläufig zu privaten wie beruflichen Turbulenzen … 

Meine Meinung.
Anfangs dachte ich, ich muss das Buch sofort weglegen, da mich bereits der Anfang gar nicht überzeugen konnte. Man hatte das Gefühl eine billige Story ohne jeden Hintergrund zu bekommen, bei der sich nicht mal die ersten Kapitel lohnen.
Ich gab dem Buch eine weitere Chance und wurde auch Gott sei Dank nicht enttäuscht, denn das Durchhalten hat sich gelohnt.
Die Geschichte hat von der Story, wie auch von der Schreibweise eine angenehme Wende genommen und man konnte sich dann gut reinlesen.
Auch wenn ich die Hauptprotagonistin Sue jetzt nicht wirklich sympathisch fand, hat sie dennoch für einige Lacher gesorgt und mich dann doch noch überzeugen können.
Der Plot der Geschichte ist ganz gut gestaltet, doch leider hatte es meiner Meinung nach manchmal ein wenig an der guten Umsetzung gemangelt. Einiges hätte ich mir komplett anders gewünscht und vorgestellt, aber das hat der Geschichte kaum Abbruch getan.
Man konnte auf jeden Fall sehr oft mit Sue leiden aber auch lachen und oft habe ich mir im Stillen die Frage gestellt, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten hätte.
Sofort sympathisch war mir Max, der Sue zwar betrogen hat, aber sich unheimlich angestrengt hat, alles dafür zu tun, dass Sue ihm wieder verzeiht,
Auch die Beschreibung und Vorstellung seiner Familie und der einzelnen Familienmitglieder ist toll gelungen und hat einem beim Lesen sofort ein gutes Gefühl vermittelt.Am liebsten wäre man dort wohl selbst gerne mittendrin gewesen. Vor allem bei Sue konnte man das merken, da sie ja ohne Familie in einem Waisenhaus groß wurde.
Die Geschichte hat es dann außerdem noch geschafft mich zu Tränen zu rühren und das auf eine sehr schön beschriebene Weise. Und natürlich stellt sich einem die Frage, ob es den wirklichen Seelenverwandten auch tatsächlich gibt...??!!

Mein Fazit:
Schwacher Anfang, guter Mittelteil, toll gestalteter Schluss. Alles in allem ein solides Ergebnis, dem man gut 3 Byrons vergeben kann.
Lange im Gedächtnis bleiben wird diese Geschichte allerdings nicht,

© Marina Sharma